17. Januar 2018

 

All das Wunderbare, das im Sommer so grosszügig im Erntekorb lag, konnte unmöglich immer gleich frisch verarbeitet werden und...

klar wollen wir auch im Winter noch von schmackhaften Beeren oder die Sommerwärme aus einem dampfenden Teller Tomatensuppe kosten.

Das Haltbarmachen dieser Schätze ist vielfältig. Am schnellsten davon geht mir aber das Verpacken in Beutel und ab ins Eis.

Diesen Vorrat werde ich nun vor zu verbrauchen. Und ich glaube, diese Geeisten warten nur darauf mit ihrem Geschmack und Aussehen ein bisschen Glück zu schenken.

Da wären zum Beispiel...

die Holunderbeeren.

Im warmen August zupfte ich sie sorgsam mit der Gabel von den kleinen Ästchen. Nun wollen sie in einem wärmenden Glühwein ihr Bestes geben.

Dieser diente an einem der letzten dunklen Winterabende zum stimmungsvollen Ausklang in der Runde von Freunden und Familie.

Unsere Hände um die warmen Tassen gepresst, das wohlige Getränk schlürfend, sassen wir dann bei Dampf und flackerndem Kerzenschein geniesserisch beieinander.

 

Zutaten:

5 Dl guter Rotwein (Merlot)

3 Dl frisch gepressten Orangensaft

2 Dl Wasser

300g gefrorene Holunderbeeren

5 Essl. Zucker

1 Zimtstange

leere Orangenschalen gespickt mit 7 Nelken

1 Sternanis

eine Prise Kardamom

 

Anleitung:

Alle Zutaten ausser dem Rotwein in einer grossen Pfanne aufkochen.

Diesen Gewürzsud etwa eine halbe Stunde einkochen.

Alles durch ein Sieb giessen und zurück in die Pfanne geben.

Den Rotwein beigeben und bei leichter Stufe einige Minuten ziehen lassen.

 

Anmerkung:

Glühwein ist vielfältig wandelbar. Je nach Vorliebe kann man mit Gewürzen, Früchten und Wein kreativ mit dem Geschmack spielen.

Optimal ist zwischen Süsse, Säure und Würzigkeit eine Ausgewogenheit zu erzielen.

Der Alkohol verdampft bei 78 Grad. Wenn man also den Alkoholgehalt aber auch die Aromen erhalten will soll das Getränk am Schluss nicht mehr aufkochen.

 

26. Januar 2017

 

Es ist Januar und das letzte Gartenjahr passé. Aber der Kreislauf von Gemüse und allem, was der Garten so hergibt natürlich nicht und sei es ganz einfach noch Vorrätiges. Es  enden also auch meine Überlegungen nicht, was noch Essbares zu holen ist.

Könnten etwa noch Äpfel draussen im Schopf zu finden sein?

Das Nachschauen hat sich gelohnt, denn da waren noch einige hübsche Exemplare. Wobei ich feststellen musste, dass sie gefroren sind. Das wird heikel. Solche Früchte kann man nicht mehr für Beliebiges brauchen. Trotz allem möchte ich damit noch etwas herstellen, das mich in Gartenerinnerungen schwelgen lässt.

Ich hab`s!

Mit den roten Zwiebeln die noch im Keller liegen und den letzten abgenommenen Chilis gibt es eine leckere Gewürzsauce.

Zur Dekoration dient der draussen ausgebuddelte Schnittlauch, der frisch eingetopft im Wintergarten gedeiht.


Da ist ein Stück Erde, in dem ich wühle.

Eine ordentlich, chaotische Gemütsoase.

Da purzeln Puzzleteile aus Samentüten,

gedeihen Experimente, Beobachtungen

Geschmiedete Pläne, schleimige Schnecken werden ausgesetzt,

es gibt angebotene Hotels für Klangmeister und Honigmacher,

eine Grabgabel voller Fehlschläge und

Wind und Wetter Rettungsaktionen.

Endlose Beetwunder Kombinationen,

als köstliches Essen modelliert in Händen,

verwandelt im Topf,

umgestaltet in die Schüssel... wandern zum Genuss,

Bin Naturerlebnisreich,

mit Erde unter Nägeln...

 

 

           fabelhaft erzählende Beetgeschichten und wie sie in der Küche enden.

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