27. Februar 2017

Es war an einem Tag, der nach Frühling duftete.

 

Ich denke, dass ich nicht die Einzige war, um sich diesen herrlichen Tag für den Garten zu reservieren und als den Startschuss der neuen Gartensaison zu packen.

Die letzten Wochen gaben ja genügend Zeit von der gemütlichen Stube nach draussen zu schauen und Überlegungen an zu stellen, was da draussen in Kürze alles zu tun sei...

und dieser Tag war einfach perfekt.

Der Geräteschuppen musste ordentlich aufgeräumt, die Himbeeren geschnitten und alte Stauden gekürzt werden.

Die Wärme war zwar schon etwas übertrieben darum landete meine Jacke bald irgendwo.

Weiter ging es mit dem Boden lockern im Treibhaus, ersten Samen säen, mit dem Kompost Beerensträucher verwöhnen... Halt, nicht so schnell.

Jetzt mal einen Gang runter schalten. Wenn ich so weiter mache klage ich die ganze Woche über Muskelkater.“  

 

Eigentlich wollte ich doch noch etwas ganz anderes erledigen. Eigentlich hatte ich mir vorgenommen, meinen Garten nochmals ganz gezielt zu durchforschen ob sich da nicht noch etwas für die Pfanne finden lässt.

Es war vier Uhr nachmittags und so beschloss ich die Geräte an ihren Ort zu bringen und mich nach etwas Essbarem um zu sehen.

Im vorderen Teil des Gartens kamen mir Brombeerblätter ins Blickfeld auch blühten vereinzelte Gänseblühmchen aber danach sehnte sich mein Gaumen wirklich nicht. Dann lieber zu den Gemüsebeeten.

Im Folientunnel wächst Salat doch der ist noch zu klein, dieser Castel Franco hat übrigens den Winter super überstanden, aber was gäbe es dann noch?

Ich erblickte ein paar alte, weisse Rettiche und ich zog einen aus der Erde. Sah noch ganz okay aus.

Gut, also der kam mal mit und da fiel mir unter einer schwarzen Abdeckfolie etwas länglich Rotes auf. Tatsächlich waren da noch zwei Randen. Wie konnte ich sie übersehen? Das tat mir etwas leid, aber auch sie waren ganz in Ordnung.

Somit stand fest, dass diese Wurzelknollen in der Küche untersucht würden.

Erstaunlicherweise waren diese beiden Dicken kein Bisschen faserig oder weich. Beim Inspizieren kam mir dann auch die Idee, dass daraus eine Vorspeise entstehen soll:

Rettich- Randen- Pancakes Türmchen

Den Teig für Pancakes erstellen und ruhen lassen

 

In kleinste Würfelchen geschnittenes Gemüse separat  10 Minuten dämpfen

 

Unter die Randen Honig mischen, mit Zitronensaft, Salz und Pfeffer würzen

 

Dem Rettich zerbröckelten Feta beigeben und mit Zitronensaft, Salz, Pfeffer und Oregano abschmecken

 

In der Bratpfanne mit dem Teig kleine Rondellen ausbacken

 

Alles noch lauwarm auftürmen

 

Nach Belieben einen Klacks flüssigen Waldhonig darüber geben

 

Oben auf nochmals etwas Feta, gehackte Baumnüsse und Oregano

 

 

 

Da ist ein Stück Erde, in dem ich wühle.

Eine ordentlich, chaotische Gemütsoase.

Da purzeln Puzzleteile aus Samentüten,

gedeihen Experimente, Beobachtungen

Geschmiedete Pläne, schleimige Schnecken werden ausgesetzt,

es gibt angebotene Hotels für Klangmeister und Honigmacher,

eine Grabgabel voller Fehlschläge und

Wind und Wetter Rettungsaktionen.

Endlose Beetwunder Kombinationen,

als köstliches Essen modelliert in Händen,

verwandelt im Topf,

umgestaltet in die Schüssel... wandern zum Genuss,

Bin Naturerlebnisreich,

mit Erde unter Nägeln...

 

 

           fabelhaft erzählende Beetgeschichten und wie sie in der Küche enden.

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