Inspiration im Topf,

im Teller viel Geschmack...

Beetgeschichten und wie sie in der Küche enden.

15. Mai 2017

Von der Wärme, die das Gewächshaus speichert, treibt alles etwas früher. Mit dabei... oder besser gesagt ein Muss, sind die Radieschen.

Diese Wurzelrunden sind der Hingucker im Salat.

Und... auch sie halten sich an den Trend. Was früher mal einfach rot war kann heute in den verschiedensten Farben wachsen. Violett, blau, gelb, schwarz usw.

Diese bunte Palette spricht mich auf jeden Fall an und macht einmal mehr das Gärtnern spannend.

So kann ich in diesen Tagen also gelbe, halb- weiss halb- rote, weisse Lange oder auch dunkelrote Radieschen aus der Erde ziehen.

Vielleicht ist es gerade diese Vielfältigkeit, die mich dazu drängt aus diesem Gemüse mehr zu machen als, sagen wir einmal, nur eine Salat Deko.

 

Eine speziell einfache Ofenrösti, die sehr dünn auf das Backblech ausgebreitet wird, hat es mir besonders angetan. Ich wollte sie mit dem scharf schmeckenden Radiesli bekannt machen. Der Entschluss war somit nicht weit, daraus ein neues Gericht zu erfinden.

Täglich wuchert mehr und mehr Grünzeug im Garten. Davon durfte in der neuen Kreation auch nicht fehlen.

Ich möchte von dem Blutampfer, der dieses Jahr neu einen Platz im Garten gefunden hat mitverwenden. Dann noch einige Frühlingszwiebeln und Salatblätter.

 

Blätter der Zitronenverbene und die Treibspitzen vom Geranium  fügen die spezielle Geschmacksnote bei. 


Besonders freute mich, als ich beim Übersiedeln vom Keller in den Wintergarten bemerkte, dass das Eisenkraut überlebt hat. Bis auf zehn Zentimeter schnitt ich die Pflanze zurück und... die Stängel zeigten innen einen saftigen Kern. Licht und Wasser geben nun ihren Teil damit das Teekraut gut austreibt. Das kann jetzt so weiter gehen, bis der Herbstfrost naht.

Ich liebe ihren milden, erfrischenden Geschmack.

Frühlingsfrische Rösti- Rollen

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18. April 2017

 

Den Wunsch, mich wieder einmal an die italienischen Teigtaschen zu wagen köchelte schon länger in mir und als dann Mitte Woche mein Einkaufszettel geschrieben werden wollte, wusste ich es genau.

Freitags gibt’s Ravioli.

Nur... wie ich dieses Gericht entstehen lassen möchte, stand noch im Garten. Welche Geschmacksnoten? Welche Form und Füllung?

 

An demjenigen Tag gab es kein Studieren mehr.

Einfach durch den Garten schlendern, Sinne einschalten und schon präsentierte sich mir eine... nein, gleich mehrere Kombinationen der Zutaten. In diesen Tagen bietet sich nämlich täglich neues Grünzeug an.

Ich sah ihn und wusste, diese langen Stiele müssen mit dazu. Ja, es ist kaum zu glauben aber der Rhabarber ist noch früher zu ernten als letztes Jahr.

Dieser Frühlingslust Kandidat zeigte mir satte, knallrot und grüne Stängel und verführte mich.

Gepflückt in meinen Händen, raunte er mir zu in Butter gedünstet, als Sauce verwendet zu werden. Tolle Idee.

Jetzt nur noch so viele verschiedene Kräuter pflücken wie ich finde und mit ihnen eine Füllung zu bereiten.

Schlussendlich waren es Radieschenkraut, Blätter vom Castelfranco, Borretsch, würziger Rucola und Bärlauch.

Fünfkräuter Monde

 

Ein schlichtes Fürsten Mahl, das mich meiner ganzen Hingabe beraubte.

 

Zutaten:

 

Selbst gemachter Pasta Teig (mindestens ein halbe Stunde geruht)

200g Ricotta

50g Doppelrahmfrischkäse

70g geriebenen Käse

Saft und Abrieb einer halben Zitrone

2- 3 Sträusse verschiedener, gehackter Kräuter

 

2 Stängel vom Rhabarber, in 1cm Würfel

2 Kl. Zucker

100g Butter

ev. Etwas Zitronensaft

Kräutersalz, Pfeffer

 


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  • #1

    martha (Donnerstag, 20 April 2017 05:08)

    ich liebe Rhabarber muss sofort in den Garten auch welche holen dein Rezept ist spannend

11. April 2017

Sie stammt aus dem östlichen Asien. Ihre Wuchshöhe beträgt fünfzig bis hundert Zentimeter, ihr Aussehen ist kurzlebig, betörend.

In goldgelb bis hin zu dunklem Rot blüht sie in Parks, Gärten oder wild auf Wiesen und Bachläufen.

 

Darf ich vorstellen? Hemerocallis, auf deutsch die Taglilie.

 

 


Wer in seinem Garten einen pflegeleichten, dauerhaft fröhlich aussehenden Blickfang möchte, sollte sie seinem Garten nicht vorenthalten. Und wenn es ihr dort gefällt, breitet sie sich fleissig aus. Sie mag das Licht und reckt ihren Kopf strebend der Sonne entgegen.

 

Aber, wie es die griechischen Wörter hemera und kallos treffend sagen, blüht diese Schönheit nur ein bis maximal drei Tage. Jedoch folgen schon am nächsten Tag zahlreiche neue Blüten.

Und das Beste... diese Wunderblume ist wohlschmeckend und geniessbar

Mit meiner begeisternden Beschreibung könnte ich noch lange fortfahren. Dessen nun genug. Und vom Dämpfer noch später.

 

Also diese Pflanze kann gegessen werden. Das wollte ich diesen März definitiv erleben.

Da die Blühten ja noch nicht hervorgewachsen sind, versuchte ich es mit dem Laub. Die nicht mehr ganz jungen Triebe schnitt ich bodeneben ab.

In der Küche ging ich ans Werk. Natürlich liess ich mir zuvor ein zwei Tage Zeit um zu Überlegen, auf welche Weise dieses Lauchartige auf den Teller kommt.

 

Lauwarmer Blattsalat der Taglilie

 

 

Eine Hand voll Cranberries hacken und in wenig Wasser einweichen

 

Für das Dressing Löwenzahn fein hacken, mit dem Saft einer halben Zitrone, ein paar Esslöffel Olivenöl und Salz, Pfeffer mischen

 

Die Taglilienstängel portionenweise mit etwas Butter und Öl auf beiden Seiten ca. fünf Minuten Braten, mit Kräutersalz würzen

 

Auf Teller anrichten

 

Cranberryes in derselben Pfanne wärmen und danach über das Gemüse verteilen

 

Abschliessend das Dressing darüber geben

 

Als Vorspeise servieren

 

Es schmeckte wirklich vorzüglich. Und nun zum Dämpfer.

Den ganzen Nachmittag plagte meinen Mann, der netter Weise diese Neuerkundung auf sich nahm und mich Unwohlsein im Bauch und häufige Entleerungen auf der Toilette.

 

Ich habe mich wirklich ausführlich darüber erkundigt, ob und wie diese Pflanze zu essen sei.

Auch habe ich mich nachträglich mit verschiedenen Fachkundigen, über diese Angelegenheit unterhalten und nichts spricht für ein negatives Verhalten dieser Pflanze.

Ich kann mir nur eines zusammenreimen, dass diese Erfahrung mit diesem Gewächs für meinen Körper neu war und Natur hat immer eine Überraschung bei sich.

 

Bekanntlich kommt das Beste zuletzt.

Ich gebe nicht auf und freue mich schon auf die Blütezeit. Die Knospen dieser Gartenkönigin sollen ein Gedicht sein.

 

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  • #1

    martha (Donnerstag, 13 April 2017 18:13)

    du bist klasse in deiner Kreativität mache weiter so

27. März 2017

Kann man Unkraut so verarbeiten dass es danach ein schmackhaftes Gericht ist?

 

Dazu muss ich sagen, ja. Allmählich habe ich gemerkt, dass auch solche pflanzlichen Kreaturen ihren Wert haben. Sie sind sogar gesund und in der Heilkunde ein anerkannter Helfer. Die meisten jedenfalls. Dem zu Folge stelle ich immer öfters die Frage, essbar oder nicht?

 

Damit verbunden sehe ich meinen Garten jetzt, da alles spriesst, mit etwas anderen Augen.

 

Ich bin sogar richtig wild darauf diese wilden Kräuter, die ja nichts dafür können sich in einem Beet aus zu breiten, wo der Gärtner lieber Rüben und Zwiebeln sieht, kennen zu lernen und ihren Geschmack zu testen.

Und je länger je mehr merke ich, dass sich mir auf diesem Gebiet eine spannende Welt zum erforschen anbietet.

Am nahe liegendsten ist daher wiederum, was mir gerade vor der Haustür wächst.

Was wohl jeder weiss, im Frühling wächst der Bärlauch. Da ich in der Nähe vom Wald wohne habe ich das Privileg, ihn sogar im Garten wachsen zu sehen. Das ist super, denn ich liebe diesen frischen Knoblauch Geschmack. Am meisten verarbeite ich ihn mit Olivenöl und Salz zu einer einfachen Paste. Er bleibt so lange haltbar und um überall bei zu mischen, habe ich dieses Grüne Kraut so schnell zur Hand.


Pastellfarben sind nicht mein Ding. Im Garten schon.

Da blühen ja gerade die süssen Primeln. Wo es ihnen passt vermehren sie sich schnell und es entsteht ein zauberhafter Teppich in verschiedensten Rosa und Gelb. Auch sie sind essbar.

Wichtig aber... es soll alles bio, ohne irgendwelche künstlichen Dünger sein.

In Sachen Dünger habe ich mir letzthin im Fachhandel einiges erklären lassen. Kompost ist einer der Besten. Es freute mich diese Bestätigung zu bekommen.

Um weiterhin aus dem Rasen Gänseblümchen als Essbares zu pflücken, kaufte ich also einen guten, organischen Dünger. Um ihn aus zu streuen warte ich nur noch auf den Regen.

Als weiteres wildes Gemüse wächst an den verschiedensten Plätzen der Löwenzahn. Obwohl bitter, lässt er sich sehr fein zubereiten. Beim Sammeln kam mir intuitiv eine Idee, die ich umsetzte.

Und das Resultat... sage ich mal, es schmeckte, wie es aussieht.


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Kommentare: 2
  • #1

    Kulicka Sabina (Dienstag, 04 April 2017 13:27)

    Klingt sehr lecker !

  • #2

    Kunckler markus (Donnerstag, 13 April 2017 07:12)

    Tolle Seite mit interessanten, inspirierenden Beiträgen, Danke!

27. Februar 2017

Es war an einem Tag, der nach Frühling duftete.

 

Ich denke, dass ich nicht die Einzige war, um sich diesen herrlichen Tag für den Garten zu reservieren und als den Startschuss der neuen Gartensaison zu packen.

Die letzten Wochen gaben ja genügend Zeit von der gemütlichen Stube nach draussen zu schauen und Überlegungen an zu stellen, was da draussen in Kürze alles zu tun sei...

und dieser Tag war einfach perfekt.

Der Geräteschuppen musste ordentlich aufgeräumt, die Himbeeren geschnitten und alte Stauden gekürzt werden.

Die Wärme war zwar schon etwas übertrieben darum landete meine Jacke bald irgendwo.

Weiter ging es mit dem Boden lockern im Treibhaus, ersten Samen säen, mit dem Kompost Beerensträucher verwöhnen... Halt, nicht so schnell.

Jetzt mal einen Gang runter schalten. Wenn ich so weiter mache klage ich die ganze Woche über Muskelkater.“  

 

Eigentlich wollte ich doch noch etwas ganz anderes erledigen. Eigentlich hatte ich mir vorgenommen, meinen Garten nochmals ganz gezielt zu durchforschen ob sich da nicht noch etwas für die Pfanne finden lässt.

Es war vier Uhr nachmittags und so beschloss ich die Geräte an ihren Ort zu bringen und mich nach etwas Essbarem um zu sehen.

Im vorderen Teil des Gartens kamen mir Brombeerblätter ins Blickfeld auch blühten vereinzelte Gänseblühmchen aber danach sehnte sich mein Gaumen wirklich nicht. Dann lieber zu den Gemüsebeeten.

Im Folientunnel wächst Salat doch der ist noch zu klein, dieser Castel Franco hat übrigens den Winter super überstanden, aber was gäbe es dann noch?

Ich erblickte ein paar alte, weisse Rettiche und ich zog einen aus der Erde. Sah noch ganz okay aus.

Gut, also der kam mal mit und da fiel mir unter einer schwarzen Abdeckfolie etwas länglich Rotes auf. Tatsächlich waren da noch zwei Randen. Wie konnte ich sie übersehen? Das tat mir etwas leid, aber auch sie waren ganz in Ordnung.

Somit stand fest, dass diese Wurzelknollen in der Küche untersucht würden.

Erstaunlicherweise waren diese beiden Dicken kein Bisschen faserig oder weich. Beim Inspizieren kam mir dann auch die Idee, dass daraus eine Vorspeise entstehen soll:

Rettich- Randen- Pancakes Türmchen

Den Teig für Pancakes erstellen und ruhen lassen

 

In kleinste Würfelchen geschnittenes Gemüse separat  10 Minuten dämpfen

 

Unter die Randen Honig mischen, mit Zitronensaft, Salz und Pfeffer würzen

 

Dem Rettich zerbröckelten Feta beigeben und mit Zitronensaft, Salz, Pfeffer und Oregano abschmecken

 

In der Bratpfanne mit dem Teig kleine Rondellen ausbacken

 

Alles noch lauwarm auftürmen

 

Nach Belieben einen Klacks flüssigen Waldhonig darüber geben

 

Oben auf nochmals etwas Feta, gehackte Baumnüsse und Oregano

 

 

 

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26. Januar 2017

 

Es ist Januar und das letzte Gartenjahr passé. Aber der Kreislauf von Gemüse und allem, was der Garten so hergibt natürlich nicht und sei es ganz einfach noch Vorrätiges. Es  enden also auch meine Überlegungen nicht, was noch Essbares zu holen ist.

Könnten etwa noch Äpfel draussen im Schopf zu finden sein?

Das Nachschauen hat sich gelohnt, denn da waren noch einige hübsche Exemplare. Wobei ich feststellen musste, dass sie gefroren sind. Das wird heikel. Solche Früchte kann man nicht mehr für Beliebiges brauchen. Trotz allem möchte ich damit noch etwas herstellen, das mich in Gartenerinnerungen schwelgen lässt.

Ich hab`s!

Mit den roten Zwiebeln die noch im Keller liegen und den letzten abgenommenen Chilis gibt es eine leckere Gewürzsauce.

Zur Dekoration dient der draussen ausgebuddelte Schnittlauch, der frisch eingetopft im Wintergarten gedeiht.


Kommentare: 1
  • #1

    Markus kunckler (Dienstag, 10 Januar 2017 08:48)

    ....immer wieder von neuem Sehens-und Lesenswert, zum Nachdenken motivierend....Danke

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Kommentare: 11
  • #1

    Bruno Süess (Donnerstag, 14 April 2016 16:15)

    Super Blog mit vielseitigen Themen,
    gratuliere - weiter so - liebe Gruess: Bruno

  • #2

    Sile (Freitag, 27 Mai 2016 16:56)

    Hallo Daniela
    Deine Seite gefällt mir sehr!
    Lieben Gruss
    Sile

  • #3

    Markus kunckler (Mittwoch, 01 Juni 2016 09:30)

    Tolle Seite mit vielen positiven Anregungen und Ideen!

  • #4

    Werni (Mittwoch, 22 Juni 2016 13:50)

    Liebe Daniela. Habe wieder mal in deiner Gemütsküche Seite rumgestöbert. Hab grad Lust bekommen in den Garten zu gehen. So schön gemacht. Gratuliere. Herzliche Grüsse Werni

  • #5

    Monika-Rachel Schenk (Freitag, 24 Juni 2016 11:55)

    Du bist eine wunderbare Philosophin

  • #6

    Markus Kunckler (Freitag, 01 Juli 2016 08:37)

    Wir werden echt gut schauen zu deinem Garten. Und dass du auch nach der Rückkehr aus den Ferien noch etwas von deinem Grünen Paradies hast, gibt es die Gefriertruhe.
    Also, geniesse es in vollen Zügen!

  • #7

    Torsten Wirschum (Mittwoch, 13 Juli 2016 20:43)

    Ein Blog mit Persönlichkeit und Tiefe, in den ich immer wieder gerne reinschauen werde.

  • #8

    Bernd As (Dienstag, 26 Juli 2016 17:12)

    Ein wunderschön geschriebener Blog, bei dem man in jeder Zeile die Leidenschaft für's Schreiben und den Garten spürt. Es macht viel Spaß, darin zu lesen. Herzlichen Dank dafür!

  • #9

    Irène (Donnerstag, 28 Juli 2016 21:42)

    Liebe Daniela, aus deinen Bildern und Worten kann ich die wunderbare Erde riechen und spüren! vielen Dank!

  • #10

    Wolfgang Nießen (Dienstag, 23 August 2016 17:25)

    Sehr schöne Seite, mit guten anschaulichen Bildern und gelungen Texten.
    Viele Grüße

  • #11

    Torsten Wirschum (Mittwoch, 16 November 2016 09:49)

    Einfach ein wunderbarer Blog.:-)