18. April 2017

 

Den Wunsch, mich wieder einmal an die italienischen Teigtaschen zu wagen köchelte schon länger in mir und als dann Mitte Woche mein Einkaufszettel geschrieben werden wollte, wusste ich es genau.

Freitags gibt’s Ravioli.

Nur... wie ich dieses Gericht entstehen lassen möchte, stand noch im Garten. Welche Geschmacksnoten? Welche Form und Füllung?

 

An demjenigen Tag gab es kein Studieren mehr.

Einfach durch den Garten schlendern, Sinne einschalten und schon präsentierte sich mir eine... nein, gleich mehrere Kombinationen der Zutaten. In diesen Tagen bietet sich nämlich täglich neues Grünzeug an.

Ich sah ihn und wusste, diese langen Stiele müssen mit dazu. Ja, es ist kaum zu glauben aber der Rhabarber ist noch früher zu ernten als letztes Jahr.

Dieser Frühlingslust Kandidat zeigte mir satte, knallrot und grüne Stängel und verführte mich.

Gepflückt in meinen Händen, raunte er mir zu in Butter gedünstet, als Sauce verwendet zu werden. Tolle Idee.

Jetzt nur noch so viele verschiedene Kräuter pflücken wie ich finde und mit ihnen eine Füllung zu bereiten.

Schlussendlich waren es Radieschenkraut, Blätter vom Castelfranco, Borretsch, würziger Rucola und Bärlauch.

 

Ein schlichtes Fürsten Mahl, das mich meiner ganzen Hingabe beraubte.

 

Zutaten:

 

Selbst gemachter Pasta Teig (mindestens ein halbe Stunde geruht)

200g Ricotta

50g Doppelrahmfrischkäse

70g geriebenen Käse

Saft und Abrieb einer halben Zitrone

2- 3 Sträusse verschiedener, gehackter Kräuter

 

2 Stängel vom Rhabarber, in 1cm Würfel

2 Kl. Zucker

100g Butter

ev. Etwas Zitronensaft

Kräutersalz, Pfeffer

 

Fünfkräuter Monde


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Kommentare: 1
  • #1

    martha (Donnerstag, 20 April 2017 05:08)

    ich liebe Rhabarber muss sofort in den Garten auch welche holen dein Rezept ist spannend

11. April 2017

Sie stammt aus dem östlichen Asien. Ihre Wuchshöhe beträgt fünfzig bis hundert Zentimeter, ihr Aussehen ist kurzlebig, betörend.

In goldgelb bis hin zu dunklem Rot blüht sie in Parks, Gärten oder wild auf Wiesen und Bachläufen.

 

Darf ich vorstellen? Hemerocallis, auf deutsch die Taglilie.

 

 


Wer in seinem Garten einen pflegeleichten, dauerhaft fröhlich aussehenden Blickfang möchte, sollte sie seinem Garten nicht vorenthalten. Und wenn es ihr dort gefällt, breitet sie sich fleissig aus. Sie mag das Licht und reckt ihren Kopf strebend der Sonne entgegen.

 

Aber, wie es die griechischen Wörter hemera und kallos treffend sagen, blüht diese Schönheit nur ein bis maximal drei Tage. Jedoch folgen schon am nächsten Tag zahlreiche neue Blüten.

Und das Beste... diese Wunderblume ist wohlschmeckend und geniessbar

Mit meiner begeisternden Beschreibung könnte ich noch lange fortfahren. Dessen nun genug. Und vom Dämpfer noch später.

 

Also diese Pflanze kann gegessen werden. Das wollte ich diesen März definitiv erleben.

Da die Blühten ja noch nicht hervorgewachsen sind, versuchte ich es mit dem Laub. Die nicht mehr ganz jungen Triebe schnitt ich bodeneben ab.

In der Küche ging ich ans Werk. Natürlich liess ich mir zuvor ein zwei Tage Zeit um zu Überlegen, auf welche Weise dieses Lauchartige auf den Teller kommt.

 

Lauwarmer Blattsalat der Taglilie

 

 

Eine Hand voll Cranberries hacken und in wenig Wasser einweichen

 

Für das Dressing Löwenzahn fein hacken, mit dem Saft einer halben Zitrone, ein paar Esslöffel Olivenöl und Salz, Pfeffer mischen

 

Die Taglilienstängel portionenweise mit etwas Butter und Öl auf beiden Seiten ca. fünf Minuten Braten, mit Kräutersalz würzen

 

Auf Teller anrichten

 

Cranberryes in derselben Pfanne wärmen und danach über das Gemüse verteilen

 

Abschliessend das Dressing darüber geben

 

Als Vorspeise servieren

 

Es schmeckte wirklich vorzüglich. Und nun zum Dämpfer.

Den ganzen Nachmittag plagte meinen Mann, der netter Weise diese Neuerkundung auf sich nahm und mich Unwohlsein im Bauch und häufige Entleerungen auf der Toilette.

 

Ich habe mich wirklich ausführlich darüber erkundigt, ob und wie diese Pflanze zu essen sei.

Auch habe ich mich nachträglich mit verschiedenen Fachkundigen, über diese Angelegenheit unterhalten und nichts spricht für ein negatives Verhalten dieser Pflanze.

Ich kann mir nur eines zusammenreimen, dass diese Erfahrung mit diesem Gewächs für meinen Körper neu war und Natur hat immer eine Überraschung bei sich.

 

Bekanntlich kommt das Beste zuletzt.

Ich gebe nicht auf und freue mich schon auf die Blütezeit. Die Knospen dieser Gartenkönigin sollen ein Gedicht sein.

 

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Kommentare: 1
  • #1

    martha (Donnerstag, 13 April 2017 18:13)

    du bist klasse in deiner Kreativität mache weiter so

Kommentare: 1
  • #1

    Markus kunckler (Dienstag, 10 Januar 2017 08:48)

    ....immer wieder von neuem Sehens-und Lesenswert, zum Nachdenken motivierend....Danke

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Kommentare: 11
  • #1

    Bruno Süess (Donnerstag, 14 April 2016 16:15)

    Super Blog mit vielseitigen Themen,
    gratuliere - weiter so - liebe Gruess: Bruno

  • #2

    Sile (Freitag, 27 Mai 2016 16:56)

    Hallo Daniela
    Deine Seite gefällt mir sehr!
    Lieben Gruss
    Sile

  • #3

    Markus kunckler (Mittwoch, 01 Juni 2016 09:30)

    Tolle Seite mit vielen positiven Anregungen und Ideen!

  • #4

    Werni (Mittwoch, 22 Juni 2016 13:50)

    Liebe Daniela. Habe wieder mal in deiner Gemütsküche Seite rumgestöbert. Hab grad Lust bekommen in den Garten zu gehen. So schön gemacht. Gratuliere. Herzliche Grüsse Werni

  • #5

    Monika-Rachel Schenk (Freitag, 24 Juni 2016 11:55)

    Du bist eine wunderbare Philosophin

  • #6

    Markus Kunckler (Freitag, 01 Juli 2016 08:37)

    Wir werden echt gut schauen zu deinem Garten. Und dass du auch nach der Rückkehr aus den Ferien noch etwas von deinem Grünen Paradies hast, gibt es die Gefriertruhe.
    Also, geniesse es in vollen Zügen!

  • #7

    Torsten Wirschum (Mittwoch, 13 Juli 2016 20:43)

    Ein Blog mit Persönlichkeit und Tiefe, in den ich immer wieder gerne reinschauen werde.

  • #8

    Bernd As (Dienstag, 26 Juli 2016 17:12)

    Ein wunderschön geschriebener Blog, bei dem man in jeder Zeile die Leidenschaft für's Schreiben und den Garten spürt. Es macht viel Spaß, darin zu lesen. Herzlichen Dank dafür!

  • #9

    Irène (Donnerstag, 28 Juli 2016 21:42)

    Liebe Daniela, aus deinen Bildern und Worten kann ich die wunderbare Erde riechen und spüren! vielen Dank!

  • #10

    Wolfgang Nießen (Dienstag, 23 August 2016 17:25)

    Sehr schöne Seite, mit guten anschaulichen Bildern und gelungen Texten.
    Viele Grüße

  • #11

    Torsten Wirschum (Mittwoch, 16 November 2016 09:49)

    Einfach ein wunderbarer Blog.:-)