Mein Herbstgarten Blog

Gartenrückblick 2016

 

Das Gartenleben war die letzten Monate voller Energie und Lebenskraft. Doch Jahreszeiten sind ein Wechselspiel und es kommen kalte Tage in denen Pflanzen und Erde ruhen.

 

Mit dem Gartenblog 2016 möchte ich mich dieser Pause anschliessen.

 

Als Abschluss lassen die folgenden Bilder Revue passieren. Diesen Abschied lassen meine Hände mit Tasten und Seiten begleiten.

1 Kommentare

Harter Schlag

 

Als erstes muss ich zugeben, dass im Frühling die selber gesäten Kürbissamen mir nicht keimten. Nun sie waren vom letzten Jahr und das nehme ich als Grund des Misserfolgs. Das nachsäen erübrigte sich, da ich am Setzlingsmarkt Vorgezüchtete kaufte.

Den Hokkaido konnte ich nicht mehr auftreiben, daher entschied ich mich neue, mir unbekannte Sorten aus zu probieren.

Ursprünglich setzte ich zwei verschiedene Kürbissorten.

Nach den schwierigen Anfangsbedingungen gedieh dann nur eine davon, deren Name Kamo Kamo lautet.

 

Im September gab die Kürbispflanze noch mal so richtig Vollgas. Die nach und nach geernteten, Orange- Grün Gestreiften, lagerte ich im Holzschopf von wo sie warten bis ich sie hole um daraus etwas Wärmendes zu zubereiten. 

Das erste Gericht damit, sollte eine Suppe sein. Sollte...

Ich nahm ein Messer und wollte also diesen Kürbis zerkleinern.

Keine Chance.

Dieses harte Ding blieb hart wie ein Stein und selbst mit dem besten Messer, da ging nichts ab.

 

Gut, erste Enttäuschung aber noch gibt es draussen im Schopf das Beil. Dort  angekommen begann ich diesen Versuch mit dem Beil den Holzkopf zu halbieren. Mit meiner ganzen Kraft gelang es ein gutes Stück raus zu hauen doch wurde ich wieder enttäuscht, denn ausser ein paar Kernen war da so gut wie kein „Fleisch“. Und ohne Kürbisfleisch keine Suppe.

Somit war klar, dieser Kürbis ist für nichts anderes als Deko zu gebrauchen.

Das musste ich zuerst verdauen.

Schlussendlich ziert nun dieser Kamo als herbstlicher Begleiter den Garten- Feierabend.

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Manche mögen `s heiss


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Ein Kraut, das es nur Gut meint

 

-       Für einen Liter Wasser 100g Schachtelhalm.

-       Mit der Schere wird er in des Wasser zerschnippelt und 24 Stunden eingeweicht.

-       Danach wird das Ganze 30 min gekocht und anschliessend abgekühlt.

-       Die Brühe durch ein Sieb giessen.

-       Im Verhältnis 1: 5 mit Wasser verdünnen

 

Und... ob man das wohl trinken kann? Dazu enthalte ich mich aber nun schnell in den Garten und Pflanzen verwöhnen!

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Kostbarkeit im Biss

 

  

Es sind momentan vier Niederstamm  Apfelbäume, die im Garten gedeihen. Den Topaz habe ich im Frühjahr schon vorgestellt. Er hat sich an seinem Ort gut eingelebt und trägt sogar schon einige Früchte. Auch wächst ein Lagerapfel an etwas schattiger Lage, dessen Name ich leider nicht genau weiss und da ist der Spartan, weissfleischig mit dunkelroter Schale und die berner Sorte  “Suurgrauech“, dessen Haut einen leicht gräulichen Film besitzt und frisch am besten schmeckt. 

 

 

 

Mmmm... Ich liebe das Knacken und das

 

zugleich saftige, süss- saure Erlebnis

 

beim Biss in einen Apfel...

 

und schliesse meinen Text mit der

 

kleinen Vermutung, dass es auch bald

 

bei dir knackt!

 

 

 

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54 Zichorien

Ich kann es nicht vermeiden in den kommenden Wochen wehmütige Worte in meine Texte zu setzen. Nach wie vor ist der Garten gefüllt mit viel Erntefrischem. Es findet jedoch langsam ein Abbau im Garten statt und diese Tatsache stimmt mich meistens etwas traurig.

Heute erntete ich die letzten Gurken und räumte danach das, was vom Laub noch übrig war weg. Dieser Vorgang ist dieses Jahr früher, denn meine Gurkensetzlinge mussten im Mai und Juni einiges ertragen, was sie auch Kraft kostete. Um so mehr freut es mich, wenn ich an die mexikanische Minigurke denke.

 

Die sind noch voll im Saft und die warmen Tage lassen sie zum Himmel wandern.

 

 

Gut, der grosse Gurkengenosse ist nun weg dafür gibt es Platz. Neuen Platz im Beet, ja genau, ich setzte an diesem Morgen doch tatsächlich noch Salat. Welchen?

Den leicht bitter-süssen Castelfranco. Ich liebe diesen Salat mit seiner speziellen,  rot- beigen Sprenkelung und ich bin überzeugt, dass der heutige Zeitpunkt ihn zu setzten, nicht zu spät ist.

Im letzten Herbst, als es noch lange warm und trocken blieb, beobachtete ich, dass bei vielen Salaten ein späteres Setzen noch längst gereicht hätte.

 

Ich nahm das Setzholz und jeden einzelnen Setzling pflanzte ich sehr sorgfältig in die Erde, auf schweizerdeutsch ein: „Bäschele“!

Wirklich, ich bin froh, dass die 54 Zichorien nun startbereit sind für den Winter gross zu werden.


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Kommentare: 1
  • #1

    Markus kunckler (Dienstag, 10 Januar 2017 08:48)

    ....immer wieder von neuem Sehens-und Lesenswert, zum Nachdenken motivierend....Danke

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Kommentare: 11
  • #1

    Bruno Süess (Donnerstag, 14 April 2016 16:15)

    Super Blog mit vielseitigen Themen,
    gratuliere - weiter so - liebe Gruess: Bruno

  • #2

    Sile (Freitag, 27 Mai 2016 16:56)

    Hallo Daniela
    Deine Seite gefällt mir sehr!
    Lieben Gruss
    Sile

  • #3

    Markus kunckler (Mittwoch, 01 Juni 2016 09:30)

    Tolle Seite mit vielen positiven Anregungen und Ideen!

  • #4

    Werni (Mittwoch, 22 Juni 2016 13:50)

    Liebe Daniela. Habe wieder mal in deiner Gemütsküche Seite rumgestöbert. Hab grad Lust bekommen in den Garten zu gehen. So schön gemacht. Gratuliere. Herzliche Grüsse Werni

  • #5

    Monika-Rachel Schenk (Freitag, 24 Juni 2016 11:55)

    Du bist eine wunderbare Philosophin

  • #6

    Markus Kunckler (Freitag, 01 Juli 2016 08:37)

    Wir werden echt gut schauen zu deinem Garten. Und dass du auch nach der Rückkehr aus den Ferien noch etwas von deinem Grünen Paradies hast, gibt es die Gefriertruhe.
    Also, geniesse es in vollen Zügen!

  • #7

    Torsten Wirschum (Mittwoch, 13 Juli 2016 20:43)

    Ein Blog mit Persönlichkeit und Tiefe, in den ich immer wieder gerne reinschauen werde.

  • #8

    Bernd As (Dienstag, 26 Juli 2016 17:12)

    Ein wunderschön geschriebener Blog, bei dem man in jeder Zeile die Leidenschaft für's Schreiben und den Garten spürt. Es macht viel Spaß, darin zu lesen. Herzlichen Dank dafür!

  • #9

    Irène (Donnerstag, 28 Juli 2016 21:42)

    Liebe Daniela, aus deinen Bildern und Worten kann ich die wunderbare Erde riechen und spüren! vielen Dank!

  • #10

    Wolfgang Nießen (Dienstag, 23 August 2016 17:25)

    Sehr schöne Seite, mit guten anschaulichen Bildern und gelungen Texten.
    Viele Grüße

  • #11

    Torsten Wirschum (Mittwoch, 16 November 2016 09:49)

    Einfach ein wunderbarer Blog.:-)